Verschiedene Arten von Campingkochern

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Camping- und Gaskochern auf dem Markt. Sie unterscheiden sich nicht nur nach dem Aussehen, sondern auch nach ihrer Bauart, verwendetem Gas und Anschlusssystemen. Hier stelle ich Ihnen die verbreitesten Arten vor.

Bauarten:

Aufsatz-Campingkocher mit Gaskartusche

Aufsatz-Campingkocher mit Gaskartusche

Es gibt zwei Bauarten von Campingkochern.
Zum einen gibt es die Aufsatzkocher. Hier wird der eigentliche Kocher direkt auf die Gaskartusche geschraubt oder gesteckt. Häufig dient die Gaskartusche dann gleichzeitig als Standfuß für den Kocher. Andere Modelle haben noch eine Ummantellung in die die Gaskartusche eingeführt wird. Dies verbreitert den Fuß und sorgt für einen sichereren Stand. Diese Bauart eignet sich vor allem für den mobilen Einsatz. Die geringe Größe und das kleine Gewicht sorgen dafür, dass man diese Campingkocher leicht im Rucksack verstauen kann. Außerdem ist der Aufbau schnell und unkompliziert. Gleiches gilt für die Reinigung und den Abbau.

Zum anderen gibt es Campingkocher mit externer Gaszufuhr. Die Gaskartusche bzw. die Gasflasche ist bei dieser Bauart nicht unter dem eigentlichen Kocher. Kocher und Gas werden mit einem Schlauch verbunden. So ist es möglich, die Gasquelle weiter vom Kocher weg zu deponieren. Außerdem ist man bei dieser Bauart nicht an einheitliche Kartuschengrößen gebunden. Man kann die Flaschengröße selbst wählen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Brenner einen niedrigeren Schwerpunkt hat. Somit kann man Ihn sicherer aufstellen und das Unfallrisiko beim kochen minimieren.
Bauartbedingt ist diese Lösung eher etwas für den stationären Betrieb. Kocher und Gasflaschen sind deutlich größer und schwerer. Sie lassen sich also auch nicht so einfach transportieren. Diese Gaskocher eignen sich gut wenn man beispielsweise mit dem Wohnwagen unterwegs ist und nicht täglich auf- und wieder abbaut.

 

Verwendetes Gas:

Neben den verschiedenen Bauarten, gibt es auch verschiedene Gase für den Betrieb von Campingkochern. Üblich sind Butangas, Propangas oder eine Mischung aus beiden. Außerdem gibt es noch einige Modelle, die mit Isobutan betrieben werden.
Möchte man seinen Campingkocher im Sommer betreiben, so spielt es keine große Rolle für welches Gas man sich entscheidet. Die Unterschiede machen sich besonders bei kalten Außentemperaturen bemerkbar.
Butangas hat einen Siedepunkt von -0,5°C. Ab dieser Temperatur verdampft das flüssige Butangas nicht mehr, was zur Folge hat, dass man den Campingkocher nicht mehr nutzen kann.
Propangas hat dagegen einen Siedepunkt von -40°C. Es verdampft also auch noch bei deutlich geringeren Temperaturen als Butan. Will man seinen Campingkocher auch noch in der kalten Jahreszeit nutzen, greift man besser zu einem mit Propankartuschen.

 

Anschlüsse:

Am häufigsten stößt man auf die Stechkartuschen. Bei diesem Anschlusssystem wird die Gaskartusche mit dem Kocher angestochen. Ist dies einmal geschehen, lässt sich der Kocher nicht mehr von der Kartusche trennen, da das so entstandene Loch nicht mehr verschließbar ist. Dies ist gleichzeitig auch der größte Nachteil dieses Anschlusssystems. Dazu kommt, dass dieses System nie komplett dicht ist. Es tritt also permanent ein wenig Gas aus. Dies macht den sicheren Transport des Kochers unmöglich solange noch Gas in der Kartusche ist.

Anschluss einer Schraubkartusche

Anschluss einer Schraubkartusche

Eine weitere Form ist die Schraubkartusche. Hier wird die Kartusche nicht direkt angestochen und somit beschädigt, sondern der Campingkocher wird auf ein Ventil auf der Kartusche geschraubt. Dieses Ventil erlabt es, den Kocher wieder abzuschrauben und verschließt die gebrauchte Kartusche wieder komplett. Dieses System ist deutlich dichter als das der Stechkartuschen. Man braucht sich also keine Sorgen um austretendes Gas machen, wärend der Kocher aus bzw. abgeschraubt ist. Dies erleichtert die Handhabung und den Transport ungemein!
Empfehlenswerte Campingkocher mit Schraubverschluss sind zum Beispiel:

Die Firma Campingaz setzt auf die sogenannten Bajonettkartuschen. Hier wird der Kocher nicht auf ein Ventil geschraubt, sondern auf ein Ventil gesteckt. Der Kocher wird darauf mit einem Hebel gesichert. Dieses System hat die gleichen Vorteile wie die Schraubkartusche.

Mitlerweile gibt es auch Adapter von Bajonett- auf Schraubanschluss sowie umgekehrt. Dies erhöht die Kompatibilität unter den einzelnen Kochern.

Veröffentlicht in Allgemein